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Der „Shackleton-Effekt“

In diesem Blog wurde schon öfter über die Wichtigkeit der Authentizität geschrieben. Besonders dann, wenn es um Recruiting geht ist dieser Faktor eminent. Denn viele aktuelle Untersuchungen haben gezeigt, dass der „Best Fit“ (= die am besten geeignete Person für eine Stelle/Unternehmen) nicht die Person mit den besten Fachkenntnissen ist, sondern jener Bewerber, der von seiner Persönlichkeit am besten zum Unternehmen passt. Denn Fachkenntnisse kann man auch im Nachhinein vermitteln, die Persönlichkeit oder die Werte lassen sich jedoch nur schwer ändern.

Das Problem ist jedoch, wie soll ein Bewerber entscheiden zu welchem Unternehmen er am besten passt, wenn alle Job-Ausschreibungen gleich klingen. Die fachlichen Anforderungen sind sowieso meistens sehr ähnlich. Aber auch die Kurzbeschreibung des Arbeitgebers, die überdies immer sehr kurz ausfällt, ist oft austauschbar. Denn jedes Unternehmen möchte sich im besten Licht darstellen. Es werden nur die Schokoladenseiten beschrieben und dabei so mancher Aspekt besser dargestellt, als es der Realität entspricht. Die Ecken und Kanten, die es natürlich in jedem Unternehmen gibt, werden einfach weggelassen – sie klingen einfach nicht so gut.

Im Endeffekt erscheinen (fast) alle Job-Ausschreibungen im typischen Einheitsbrei. Wie soll also ein Bewerber entscheiden ob er besser zu diesem oder jenem Unternehmen passt, wenn er die gelebten Werte nicht kennt und nicht weiß für was die Organisation steht? Aber auch die Unternehmen tun sich damit keinen Gefallen. Es kommen viele Bewerbungen herein, die alle bearbeitet werden müssen und zusätzlich kommt es dabei immer wieder zu Fehlbesetzungen. Letzteres stellt sich oft erst nach ein paar Monaten heraus, wenn Organisation und/oder Bewerber feststellen, dass sie eigentlich gar nicht zur gelebten Unternehmenskultur passen.

In diesem Zusammenhang könnten die Organisationen wirklich einiges von Sir Ernest Shackleton lernen – ich bezeichne es als den „Shackleton-Effekt“.

In der berühmten Trans-Antarktis-Expedition (1914-16) versuchte Sir Ernest Shackleton als einer der ersten Menschen die Land-Überquerung des Arktischen Kontinents. Nach der Bezwingung des Süd-Pols durch Roald Amundsen galt dieses Abenteuer als letzte große „Arktische Herausforderung“.

Die Mission schlug jedoch fehl. Das Schiff wurde im Eis gefangen und letztlich zerstört. Seine Mannschaft und er durchlitten ein Martyrium aus Erschöpfung, Kälte, Entbehrungen und Ungewissheit. Fast zwei Jahre später, im Juni 2016, endete der Leidensweg. Das Herausragende dabei ist, es gab keine menschlichen Verluste! Die gesamte Mannschaft überlebte das gefährliche Abenteuer!

Dieses Faktum scheint noch unglaubwürdiger wenn man sich die Reise mit allen ihren Herausforderungen und Widrigkeiten im Detail anschaut. Wie konnte es zu diesem glücklichen Ende kommen?

Die Antwort liegt im Best-Fit! Shackleton hatte für seine Mission die richtigen Leute gefunden. Er brauchte für diese Expedition Männer, die dasselbe Ziel, die dieselbe Leidenschaft für Abenteuer teilten und auch durch alle Widrigkeiten nicht abgeschreckt wurden. Ihm war klar, dass der Erfolg, bzw. die sichere Rückkehr nur dann möglich waren, wenn alle Teilnehmer am selben Strang ziehen und ein echtes Team bilden.

Wie findet man jedoch solche Männer?

Wäre die Expedition von einem heutigen Unternehmen organisiert worden, die die besten Experten suchen, hätte die Ausschreibung wahrscheinlich so ausgesehen:

„Wir suchen die besten Männer für ein einmaliges Abenteuer. Bezwingen Sie gemeinsam mit uns eine der letzten Herausforderungen unserer Zeit. Wir suchen entschlossene und mutige Männer mit Hands-on-Mentalität, Einfallsreichtum, Umsetzungsstärke und Ehrgeiz. Bei erfolgreicher Durchführung erwartet Sie eine überdurchschnittliche finanzielle Zuwendung und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ist Ihnen sicher.

Stattdessen lautete das Inserat so:

Es wurde nichts beschönigt. Shackleton nannte die Dinge beim Namen. Er ging auch nicht auf konkrete Fertigkeiten und Skills ein, die ein Mann haben muss um bei der Expedition mitzumachen. Er beschrieb nur – ohne Abenteuer-Romantik – was die Teilnehmer mit großer Wahrscheinlichkeit erwarten wird. Denn ihm ging es um die richtige Einstellung. Er wollte nur solche Männer, denen auch ganz genau bewusst war, auf was sie sich hier einlassen.

Das Resultat – es meldeten sich keine Wochenend-Abenteurer, die sich durch eine solche Aktion Reichtum und Berühmtheit erhofften. Es meldeten sich auch keine Männer die vielleicht die notwendigen Skills für so eine Expedition hatten, denen aber Risiko und Belastung zu hoch waren. Stattdessen meldeten sich Männer, denen die Herausforderung und die Idee dahinter wichtiger waren als Wohlergehen und materielle Güter.

Wahrscheinlich hätten sich auf das erste Inserat wesentlich mehr Personen beworben, allerdings wären 90% davon die Falschen gewesen. Das zweite Inserat richtete sich jedoch an den „Best Fit“ für diese Aufgabe. Schließlich fanden sich dann auch 28 Personen, die an der sogenannte „Endurance Expedition“ teilnahmen. Dass es offensichtlich die richtigen Teilnehmer waren, zeigt die Tatsache, dass sie alle auch wieder gesund und wohlbehalten zu Hause angekommen sind.

Was wir daraus lernen können ist:

  • Kein Unternehmen ist perfekt. Man muss auch zu seinen Ecken und Kanten stehen.
  • Je schärfer ein Unternehmensprofil gezeichnet ist, desto besser können potentielle Bewerber entscheiden, ob sie dazu passen oder nicht.
  • Eine Authentische Darstellung ist für sich schon ein Unterscheidungsfaktor (und weckt auch noch Vertrauen) und hebt sich von der Masse ab.
  • Authentische Unternehmensdarstellungen sparen Geld und Zeit (z.B. Bearbeitung von Bewerbungen und Fehlbesetzungen)
  • Fertigkeiten und Skills sind wichtig – aber noch wichtiger ist, dass eine Person zum Unternehmen passt

Der abschließende Appell:

Lassen Sie den „Shackleton-Effekt“ für sich arbeiten. Seien Sie transparent, offen und ehrlich. Ihre Bewerber und potentiellen Mitarbeiter werden es Ihnen danken. Finden Sie Leute, die die Welt ähnlich sehen wie Sie und sie haben ein starkes, effizientes und loyales Team.

 

Mit freundlichen Grüßen,
Jürgen Pfeiler

 

 

Flexibilität – Unternehmenskultur 4.0

Vor einigen Jahren war es noch so, dass man für eine bestimmte Aufgabe bzw. Aufgabengruppe angestellt wurde, für die man auch die passenden Fähigkeiten und Fertigkeiten mitbrachte. Die dafür notwendigen Skills wurden dann mit vermehrten Einsatz und der daraus gewonnenen Erfahrung immer besser und effizienter – bis man dann in diesem Aufgabenfeld zum anerkannten Experten wurde. Abhängig von der Tätigkeit konnte dieser  Prozess auch mehrere Jahre dauern…

So jedenfalls war das noch vor einigen Jahren. Heute im Jahr 2017 kann davon eigentlich nicht mehr die Rede sein. Anders gesagt, dürfte davon auch nicht mehr die Rede sein. Denn unser Zeitalter ist geprägt von Vernetzung und Digitalisierung und dem daraus resultierenden Konsequenzen. VUCA (Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity) – ein Umstand und eigentlich eine geforderte Geisteshaltung – ist allgegenwärtig und mittlerweile schon gelebte Praxis.

Wie passt dieses neue Weltbild zur Expertenentwicklung aus dem ersten Absatz? Grundsätzlich schlecht! Es gibt sicher auch heutzutage die Entwicklungsschiene zum Experten, nur geht dieser Weg nicht nur gerade aus. VUCA zwingt Unternehmen, Führungskräfte und auch die Mitarbeiter Wege neu zu definieren, vielleicht sogar neu zu erfinden. Mit althergebrachten Regeln, Normen und Prozessen wird man im Wettlauf um Kunden, Gewinne und potentielle Arbeitnehmer früher als später den Kürzeren ziehen.

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Wo bleibt die Konsequenz?

Täglich werden neue Begriffe kreiert und Management-Ideologien darum herum gebaut. So verhält es sich auch mit „Konsequenz-Management“. Der Begriff kann auf unterschiedlichste Weisen verwendet werden. Daher eine kurze Erläuterung wie der Autor den Terminus hier verstanden haben möchte.

Hinter einem durchgängigen Konsequenz-Management stehen transparente Mechanismen die wirksam werden, sobald ein Mitglied sich nicht an vorher definierte Regeln und Richtlinien hält. In den meisten Fällen gibt es dabei Eskalationsstufen, wobei die harten Konsequenzen erst nach wiederholtem Übertritt aktiviert werden. Denn es gibt kaum etwas Schlimmeres als wenn ein Regelwerk eingeführt wird und nur wenige bis keiner hält sich daran.

In einigen Unternehmen hat sich eine Art „elitäre Führungsriege“ – jene  Manager die durch ihre Funktion oder Einfluss einen Sonderstatus  genießen – entwickelt, für die so manch ein Regelwerk keine Anwendung findet. In diesem Zusammenhang ist auch  die altbekannte Binsenweisheit  „Der Fisch fängt vom Kopf zum Stinken an“ zu nennen. Ein Klassiker wenn nur das Top-Management sich selbst aus der Regelung herausnimmt und sich nicht an die Vorgaben hält.

Ganz egal um welche Situation es sich handelt, das Ergebnis ist immer dasselbe: Ärger, Demotivation und Frust. Jene Mitglieder der Organisation auf die die Regelwerke Anwendung finden, fühlen sich als Menschen zweiter Klasse.  In Folge werden auch so wichtige Werte wie Wertschätzung,  Loyalität und Vertrauen in Frage gestellt.

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„Employer Branding“ ist die Antwort auf das WARUM!

Mittlerweile habe ich schon einige Blogs geschrieben, die sich mit der Frage beschäftigen, warum Employer Branding in vielen Fällen nicht funktioniert bzw. nicht den gewünschten Effekt hat.

Die Quintessenz ist meistens, dass Unternehmen das Thema nur aus der Personalmarketing-Sicht betrachten. Sie haben das Ziel die Organisation gut zu verkaufen. Was dabei meistens zu kurz kommt, obwohl das eigentlich das Fundament von Employer Branding ist, sind die wahren Werte.

Bis vor kurzem dachte ich, dass das Absicht ist und dass es den Unternehmen um einen „quick win“ geht. Denn wenn man sich erst mit Werten und den internen Gegebenheiten beschäftigen muss, dann kann man mit Personalmarketing erst viel später beginnen. Daher wird das gemacht, was alle anderen auch machen bzw. werden Aktivitäten gesetzt, die gerade hip und modern sind. Und diese Schritte werden dann mediengerecht über verschiedenste Informationsplattformen „verkauft“.

Dass diese Aktivitäten vielleicht gar nicht zur Unternehmenskultur passen und intern sogar ganz gegensätzlich gelebt werden, ist dann nebensächlich. Wie gesagt, bisher dachte ich, dass in vielen Fällen dahinter ein bewusster Vorsatz steht. Nun glaub ich jedoch, dass die Organisationen das Thema prinzipiell schon ernst nehmen, aber den falschen Ausgangspunkt wählen.

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Unternehmenskultur isst „Change“ zum Frühstück!

Es ist ein Thema von dem jeder betont, wie wichtig es ist. Viele Firmen behaupten in ihren Stellenausschreibungen eine positive zu haben. Bei den meisten Erhebungen, bei denen man nachfragt was denn den Mitarbeitern und auch den Top-Managern in der Arbeitswelt besonders wichtig sei, wird sie genannt – die Unternehmenskultur!

Interessant dabei ist, dass sich aber nur wenige Organisationen wirklich aktiv um ihre Unternehmenskultur kümmern. Mit ein Grund dafür ist, dass sie selber nur einen Bruchteil davon kennen. Damit meine ich die schönen Seiten, die sozial erwünschten Facetten, die man so gerne ins Rampenlicht stellt, und stolz vor sich herträgt. Aber selbst diese sind oft mehr Schein als Sein.

Wie kann das sein, was passiert hier?!

So wie jede Art von Kultur, sei es eine Volks-, Pflanzen- oder sogar Zellkultur, braucht auch die Unternehmenskultur Pflege. Gerade in dynamischen Zeiten, wo es täglich gravierende Änderungen, steigende Komplexität oder disruptive Technologien gibt, muss man darauf achten, dass einem dieser Wandel nicht in die Versuchung bringt sich selbst zu verleugnen.

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WERTvoll agieren!

Es schon etwas frustrierend. Da investiert man Unmengen an Geld in moderne Ausbildungskonzepte oder in State-of-the-art-Technologie aber die Auswirkungen sind kaum merkbar. Einige Manager sehen sich dadurch, in ihrer schon immer kommunizierten Auffassung bestätigt, dass die Themen rund um die moderne Personalentwicklung einfach nur überschätzt werden.

Nicht jeder Manager sieht die Sache gleich so negativ, dennoch sind sie alle ratlos. Denn man hat nicht irgendein Training-Institut damit beauftragt, sondern ein Top Unternehmen mit erfahrenen Trainern und viel Expertise. Und wenn es sich um ein HR-Tool handelt, war es sicher nicht ein „08/15-Produkt“.

Was ist also falsch gelaufen?

Haben die Berater/Trainer einen schlechten Job gemacht? Haben die Mitarbeiter einfach nur ihre Zeit bei den Veranstaltungen „abgesessen“ oder war es der falsche Zeitpunkt wo man die Initiative gestartet hat?
Nein, in den meisten Fällen liegt es nicht an diesen Faktoren.

Eigentlich liegt der Grund auf der Hand. Aber diese Einfachheit ist auch schon wieder die Ursache für die Problematik. Denn die einfachen Dinge sind einem wohl bekannt, werden dadurch aber oft unterschätzt:
Die Konzepte oder die Tools PASSEN einfach NICHT zu dem Unternehmen!

Eventuell wird jetzt der eine oder andere Leser den Kopf schütteln und meinen, das ist doch ein Unsinn.

Ist es das?!

Lassen Sie mich kurz skizzieren, warum ich diese Ansicht vertrete.

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Human Resources – Gestalter oder Verwalter?

Fragt man nach einem offiziellen Statement, welche Bedeutung Personal im Unternehmen hat, wird man zumeist nur innovatives hören: Human Resources ist „Business Partner“ des Managements, ist laufend eingebunden in alle wichtigen Entscheidungen und Prozesse und manchmal sogar das Statement, dass Personal DER Erfolgsfaktor des Unternehmens ist.

Das klingt doch wunderbar!
Doch ist das Realität?

Es gibt ein paar innovative Unternehmen, die diese Aussagen auch wirklich leben und der Erfolg gibt ihnen Recht. Dort ist Personal Gestalter und damit gleichberechtigter Inputgeber wie Organisations- und Produktentwicklung, Sales oder Marketing. Denn wenn eine Organisation verändert, optimiert oder sogar neu strukturiert wird, hat das natürlich einen großen Einfluss auf die Mitarbeiter. Besonders in solchen Prozessen darf man die Unternehmenskultur und das Wertesysteme für das, das Unternehmen steht nicht vergessen. Ein klarer Auftrag für Human Resources.

Es muss gar nicht immer der große „Change“ sein um zu erkennen welchen Stellenwert Personal in der Organisation hat. Wie es um die Positionierung bestellt ist, erkennt man am besten im Arbeitsalltag:

  • Sind Mitglieder der Personalabteilung in strategisch wichtigen Jour Fixen vertreten?
  • Hat der Personalchef ein regelmäßiges Meeting mit dem Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzenden?
  • Sind Personaler bei strategisch wichtigen Prozessen/Projekten von Anfang an involviert und können diese challengen, hinterfragen und auch nachhaltig beeinflussen?

Wenn die Antwort auf diese Frage „ja“ lautet, dann sind Ihre Human Resources Mitarbeiter „Gestalter“ – Gratulation!

Müssen Sie diese Frage für Ihr Unternehmen jedoch verneinen, haben Sie eher Personalverwalter.

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Vertrauen bedeutet sich trauen!

Vertrauen ist ein wichtiger Grundbestandteil einer jeden Beziehung. Ganz egal ob es sich um eine Liebesbeziehung, eine freundschaftliche oder eine Geschäftsbeziehung handelt. Ohne Vertrauen ist es schwierig, besser gesagt nahezu unmöglich, gemeinsame Ziele zu erreichen. Man lässt nicht los, kontrolliert sich gegenseitig, agiert zumeist im Sinne eines negativen Menschenbildes und ist ständig auf der Hut.

Klingt doch furchtbar, oder?

In zwischenmenschlichen Beziehungen ist das Problem oft (relativ) leicht zu lösen – wenn es gar nicht passt, trennt man sich von dem Partner oder sucht sich neue Freunde. Im Berufsleben ist die Sachlage oft vielschichtiger und betrifft nicht nur eine Person. Denn oft ist dieses Misstrauen Teil einer gelebten Kultur, die von der Unternehmensführung gar nicht gesehen wird, oder nicht gesehen werden will. Dabei handelt es sich um die sogenannten „blinden Flecke“ oder „bewusste Unwissenheit“.

Diese Unkultur wird unterschätzt und man erfasst oft gar nicht die volle Tragweite. Hat sich erst einmal eine Kultur des Misstrauens im Unternehmen etabliert, geht es mit der Mitarbeiterbindung sukzessive bergab. Unter solchen Voraussetzungen kann sich keine positive emotionale Bindung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen entwickeln.

Jedoch genau diese „positive emotionale Bindung“ ist es, die ein Unternehmen heutzutage erfolgreich macht, oder nicht. Jeder spricht von Employer Branding, Engagement-Index und man fragt sich wie man die besten Mitarbeiter finden und halten kann. Dabei liegt die Antwort auf der Hand. Mit vertrauensbildenden Maßnahmen schafft man ein Fundament, für innovative, maßgeschneiderte und nachhaltige Aktivitäten die eine Mitarbeiterbindung erst ermöglichen.

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Der Mitarbeiter ist König!

Wie heißt es so schön in den Leitsätzen vieler Unternehmen…. Bei uns dreht sich alles um den Kunden!

Aber ist das noch zeitgemäß?
Ist das der höchste Qualitätsanspruch den man haben kann?
Ist das die Strategie durch die man sich vom Mitbewerbe abheben kann?

Ich sage nein!
Es ist eine überholte, nicht mehr zeitgemäße Einstellung die man gründlich überdenken sollte. Aber wer steht denn dann im Mittelpunkt?

Natürlich der Mitarbeiter!

Warum?!
Die Mitarbeiter sind zumeist diejenigen die in irgendeiner Form mit dem Kunden interagieren. Im Idealfall versuchen diese, die Wünsche der Kunden bestmöglich zu erfüllen. Wie hoch ist jedoch die Motivation wenn man sich im Job nicht richtig wohl fühlt? Wenn es Dinge gibt die einen belasten, wie zum Beispiel eine unausgeglichene Work-Life-Balance, Probleme mit der Führungskraft die einem keine Möglichkeit gibt sich zu entwickeln oder diverse andere Dinge.

Falls so eine Situation vorliegt, ist man auf gar keinen Fall mit dem ganzen Kopf bei seinen Aufgaben. Man setzt nur die notwendigste Energie ein um den Job einfach abzuwickeln, hat aber keine Bestrebungen mehr zu investieren als notwendig. Schließlich hat man ja genug eigene Probleme um die man sich kümmern muss, für die sich das Unternehmen ja auch nicht interessiert.

Zugegeben, eine drastische Schwarzmalerei, es muss ja nicht gleich so vehement kommen. Dennoch zeigen viele Engagement-Studien, dass sich ein Großteil der Mitarbeiter, aus welchem Grund auch immer, mit dem Unternehmen nicht richtig verbunden fühlt. Das Arbeitsverhältnis wird bestenfalls als Zweckgemeinschaft gesehen.

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Employer Branding ist Chefsache!

„Culture eats strategy for breakfast“ – diese Aussage von Peter Drucker ist nicht nur sehr bekannt, sondern auch sehr zutreffend. Dennoch scheint diese Botschaft in den wenigsten Köpfen des Top-Managements angekommen zu sein. Gerne wird das Thema lapidarisiert und als Soft-fact abgetan, der nichts bringt. Oder man hat schon mitbekommen, dass das Thema offensichtlich omnipräsent ist, und man einfach dabei sein muss. Daher setzt man das Thema einfach irgendwie um.

Fakt ist, dass Employer Branding – richtig gemacht – ein Prozess der Kultur- und Identitätsentwicklung ist und damit auch der Organisationsentwicklung. Hat man diese Tatsache akzeptiert und verinnerlicht, ist es offensichtlich, dass so ein Prozess seinen Ausgangspunkt bei der Geschäftsführung, bzw. dem Vorstand haben muss. Das Top-Management muss sich wirklich einig sein, diesen Weg gehen zu wollen und sich auch über die Konsequenzen im Klaren sein.

Denn nicht alles was bei so einem Prozess heraus kommt, ist auf den Ersten Blick unbedingt vorteilhaft. Dennoch sind auch die weniger gut klingenden Erkenntnisse Teil der aktuellen Kultur die man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen sollte. Denn selbst wenn man sie verleugnet, sind sie unter Umständen bereits lägst Thema in den unterschiedlichsten sozialen Medien. Das Internet macht Organisationen – ob man will oder nicht – transparent.

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